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Freitag, 6. September 2019, 4:45 Uhr. Ungewöhnlich früh für einen Arbeitstag im SHIFT-Büro. Allerdings nicht, wenn es auf die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin geht. Ich werfe meine Tasche in den Kofferraum unseres SHIFT-Bullis und schwinge mich neben Samuel auf den Beifahrersitz. Hinter uns sitzen bereits Saeed (unser Lötkolben-Jongleur) und Carsten, der – das Notebook auf dem Schoß – mit dem Zusammenklicken irgendeiner Bildschirmpräsentation beschäftigt ist.

 

 

Ich bin einer der hilfsbereiten Mitarbeiter aus unserem SHIFT-Telefon-Support. Vergegenwärtige dir kurz meine Situation: Gemeinsam mit Saeed sitze ich mit dem Gründer und CEO des ersten deutschen Smartphone-Herstellers (Carsten und Samuel) in einem Bulli, um auf ein Messe-Event zu fahren. Wie viele Mitarbeiter eines Smartphone-Herstellers können so etwas von sich behaupten? Doch das ist SHIFT. Hier läuft eben einiges anders. Kein schneller Inlandsflug, keine 1. Klasse, Hoodies statt schniecker Anzüge. Unsere Truppe gleicht eher ein paar jung gebliebenen Männern, die sich auf einem Campingausflug rund um die Mecklenburger Seenplatte befindet. Wäre da nicht unser üppiges Messegepäck, zu dem natürlich auch die ersten Prototypen des SHIFT6mq und SHIFTmu-Projekts zählen.

 

 

Sehr zentral positioniert, inmitten der IFA-Next-Halle, bereiten wir vor Veranstaltungsbeginn unseren Messestand vor. Gespannt erwarten wir die ersten interessierten Besucher, die nach dem Eröffnungsevent unweigerlich unseren Stand passieren. Ich bin es gewohnt, am Telefon viele Fragen zu beantworten, über unser Unternehmen zu informieren oder die ein oder andere Hilfestellung hinsichtlich unserer Geräte zu besprechen. Es ist jedoch etwas grundlegend anderes, das mit einem Mikro vorm Gesicht, im Fokus einer Kamera und unter den neugierigen Blicken weiterer Interessenten zu machen. Doch während des ersten Messetags legt sich die Nervosität allmählich und die mir aus dem Büro vertraute Routine kehrt zurück.

 

 

Der erste Tag geht zu Ende. Wir verlassen das Messegelände, essen gemeinsam zu Abend und bemühen uns dann in ein WG-Zimmer, in dem wir während unseres Berlin-Aufenthalts übernachten dürfen. Und auch hier muss ich dich bitten, kurz innezuhalten und dir unsere Situation vor Augen zu führen. Wir übernachten in einem WG-Zimmer! Kein kostspieliges Hotel, kein überdimensionales 5-Sterne-Buffet, keine Hotelbar, kein Wellnessbereich. Aber: Isomatten, Schlafsäcke und Ohropax. Und genau das ist SHIFT. Hier läuft eben einiges anders.

Diese Umstände sind nicht auf ein zu geringes Budget oder unser kleines Familienunternehmen zurückzuführen. Im Gegenteil: Wir hätten auch für andere Verhältnisse sorgen und unseren Aufenthalt in Berlin komfortabler gestalten können. Allerdings geht es uns auch in Sachen Reisen und ‚unterwegs sein‘ um eine bewusste und sparsame Handhabung von Ressourcen, sowie einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Geldern, die uns unsere Kunden mit dem Kauf oder der Vorbestellung eines SHIFTPHONES immer wieder anvertrauen.

 

 

Tag 2. Wieder Mikrofone, noch mehr Kameras. Auf einer IFA-Next-Veranstaltung zum Thema ‚Tech for good‘ werden wir WINNER OF THE DAY und gewinnen zwei Gratistickets für eine Aftershow-Party. An Tag 3 nehme ich mir am Nachmittag eine kleine Auszeit und besuche das IFA+ Summit. Eine Art Konferenz im Rahmen der IFA, die unter der Headline ‚Next Level of Thinking‘ interessante Speaker aufzubieten hat. Ich erlebe spannende Vorträge, die auf ein eher müdes Interesse beim Publikum stoßen. Dann betritt Carsten die Bühne und spricht in einer Ruhe und Gelassenheit sehr reflektiert darüber, wie man ein Social Business in einem stark umkämpften Markt betreibt.

 

 

Er spricht über Werte, die unser Unternehmen ausmachen. Über Vertrauen statt Ausbeutung, New-Work statt abgedroschenen Arbeitsbedingungen, Liebe statt Karriere, Sinn- statt Gewinnmaximierung. Plötzlich wird eine Leidenschaft spürbar, die sich von der Bühne auf das Publikum zu übertragen scheint. Als er seinen Vortrag beendet scheinen die Leute von einem neuen Wachsein ergriffen und spenden großzügig und begeistert Beifall. Einmal mehr bin ich sehr froh und dankbar ein Teil von SHIFT sein zu können und kann in den hinteren Reihen sogar Menschen entdecken, die sich applaudierend von ihren Plätzen erheben. Das löst der SHIFT aus, wenn Menschen von ihm hören. Was allerdings nicht weiter verwunderlich ist, denn: Hier läuft eben einiges anders.

Am Montag stoßen mit Markus, Sebastian und Matthis drei weitere Helfer aus dem SHIFT-Headquarter zur IFA dazu. Eine willkommene Entlastung, da uns das vergangene Wochenende bereits spürbar in den Knochen steckt. Gemeinsam stellen wir uns den vielen Fragen, unterhalten uns mit Journalisten, Bloggern und interessierten Vorbeilaufenden.

 

 

Zwei Tage später ist die Messe bereits wieder vorüber und wir fahren mit vielen tollen Erlebnissen und spannenden neuen Kontakten im Gepäck, zurück ins beschauliche Falkenberg. Übrigens ein nicht ganz 800 Seelen zählendes Dörfchen. Darin unser SHIFT-Campus: Fachwerk statt Glaskasten, Wiesen statt Beton, Dorfidylle statt Großstadtethik. Aber so ist SHIFT. Hier läuft eben einiges anders.