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Ob nun als entscheidender Baustein für den Erfolg von Elektromobilität oder Smartphones: Wenn es um die Speicherung von Energie geht, ist der Rohstoff Kobalt ein essenzieller Bestandteil. Warum ist Kobalt darüber hinaus in aller Munde und hat es zu einem zweifelhaften Ruhm gebracht?

Die Förderung von Kobalt wird immer wieder in Verbindung mit Menschenrechtsverletzungen gebracht. Der Großteil des weltweiten Kobaltabbaus findet in der Demokratischen Republik Kongo statt, weil über 50% der weltweiten Vorkommen dort lagern. Wie wunderschön dieses an Bodenschätzen reiche Land ist, hat Carsten bereits 2017 bei seiner Reise mit dem Goldschmied Thomas Becker und Missio erleben dürfen. Genauso gehören zu dieser Reise aber auch die Besuche in den Traumazentren, in denen Carsten die Geschichten ehemaliger Minenzwangsarbeiter hören durfte. Diese Erzählungen sowie spätere Besuche in Minen haben ihn tief bewegt.

Durch diese Erfahrungen und das Wissen, dass der Bedarf an Kobalt in den kommenden Jahren weiter steigen wird, gilt es, Lösungen zu finden. Denn auch für die Akkus unserer Phones ist Kobalt essenziell. Es erhöht die Energiedichte und sorgt dafür, dass die verwendeten Lithium-Ionen-Akkus schneller geladen werden können und länger halten. Getreu nach unserem Leitsatz so viel Gutes wie möglich zu tun und dabei so wenig Schaden wie möglich anzurichten, haben wir uns deshalb mit unserem Batterielieferanten auf den Weg gemacht. Denn bei diesen komplexen Lieferketten Licht ins Dunkle zu bringen, können wir nur gemeinsam schaffen. So sind wir dann auch gemeinsam dahin gekommen mit der Fair Cobalt Alliance in Kontakt zu treten.

Sie leisten unglaublich wertvolle Arbeit vor Ort. Was heißt vor Ort?

 

 

 

 

Die Region, aus der das meiste Kobalt der DR Kongo kommt, heißt Lualaba. Ein signifikanter Anteil des Abbaus stammt hier aus dem Kleinbergbau, welcher für mehr als 100.000 Menschen vor Ort die einzige Einkommensmöglichkeit, um sich einen Lebensunterhalt und ein Dach über dem Kopf zu ermöglichen.

 

 

©Fair Cobalt Alliance, 2020 Das Erz zu waschen ist eine Aufgabe, die vor allem von Frauen ausgeführt wird. Sie werden dabei pro Sack bezahlt.

 

 

Diese Einkommensmöglichkeit ist jedoch verbunden mit hochgefährlichen Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit und unfairen Handelspraktiken, bei denen lokale Arbeiter ausgebeutet werden.

Die von Fairphone, Signify und Huayou gegründete und von der Impact Facility verwaltete Fair Cobalt Alliance hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung von fairem Kobalt voranzutreiben und Bedingungen für Kobaltabbaugemeinschaften zu reformieren. Dies soll durch die Professionalisierung an den Kleinbergbau Standorten unterstützt werden. Das bedeutet: finanzielle Investitionen in die Verbesserung der Minen, mit dem Ziel, die Minen sicherer zu machen, die Umweltbelastung zu minimieren und menschenwürdige Arbeitsbedingungen für die in den Minen arbeitenden Menschen zu schaffen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, Kinderarbeit zu verhindern. Dafür werden Kontroll- und Überwachungsmechanismen eingerichtet. Weitere langfristige vorbeugende Maßnahmen sind die Förderung des Zugangs zu Bildung. Durch diese und andere Maßnahmen soll eine diversifizierte, widerstandsfähige lokale Bergbaugemeinschaft aufgebaut werden.

Mit unseren Mehreinnahmen durch die Mehrwertsteuersenkung im vergangenen Jahr sind wir der Fair Cobalt Alliance beigetreten. Damit unterstützen wir gemeinsam mit den anderen Mitglieder die wertvolle Arbeit von Impact Facility. Wir wollen zusammen dafür sorgen, dass sich die Bedingungen für die in den Kobalt-Minen arbeitende Bevölkerung und ihre Familien durch Wertschätzung, Unterstützung und Sichtbarmachung zum Besseren entwickeln. Denn verantwortungsvoller Abbau von Kobalt bedeutet für uns auch nicht nach Alternativen zu suchen, um Risiken zu minimieren, sondern vor Ort in Lualaba, DR Kongo durch unsere Unterstützung einen positiven Beitrag zu leisten.

Wenn du mehr über die Fair Cobalt Alliance und ihre Mitglieder wissen willst, kommst du hier zu ihrer Webseite.