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International Justice Mission (MwSt-Projekt)

International Justice Mission (MwSt-Projekt)

Die Organisation, die wir heute im Rahmen der MwSt-Projekte vorstellen, hat die Vision noch in unserer Generation Sklaverei zu beenden.

Sklaverei – ist das nicht ein dunkles Kapitel aus dem vergangenen Jahrhundert, das wir hinter uns gelassen haben?

Zwar ist seit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahr 1948 das Verbot von Sklaverei eine international akzeptierte Norm, dennoch werden auch heute Menschen weltweit ausgebeutet und versklavt. Im Artikel über Sklaverei spricht die Bundeszentrale für Politische Bildung davon, dass es heute nicht mehr um das Eigentum einer Person, sondern um die Verfügungsgewalt geht. „Moderne Sklaverei“ bedeutet also Menschenhandel, Leibeigenschaft, Schuldknechtschaft oder Zwangsarbeit.

Wo es auch heute noch zu solchen Fällen kommt und wie viele Menschen betroffen sind zeigt der Global Slavery Index 2018, an welchen die folgende Abbildung angelehnt ist.

 

 

Von den schätzungsweise 40,3 Millionen Menschen, die aktuell in Sklaverei leben, sind etwa 10 Millionen Kinder. Jeder einzelne Mensch ist viel!

Hier wird International Justice Mission (IJM) tätig, um weltweit Menschen aus Sklaverei zu befreien und Gewalt gegen Menschen in Armut langfristig zu beenden. Wie das gelingt zeigt IJM mit der folgenden Geschichte, die wir gern mit euch teilen möchten und die auf ihrer Webseite zu finden ist:

„In einem unserer ersten Fälle von Arbeitssklaverei in Indien befragte ein verdeckter IJM Ermittler den Besitzer einer Ziegelei. Der erklärte, dass alle seine Arbeiterinnen und Arbeiter bei ihm verschuldet sind. Unser Ermittler fragte, was geschehe, wenn die Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Schulden abgearbeitet haben oder einfach gehen. Der Mann lachte: ‚Keine Sorge, das wird nicht passieren. Es geht nicht um die Schuld. Es geht darum, dass ich sie kontrollieren kann. Sie können nicht gehen‘. Selbstbewusst schob er nach: ‚So betreibe ich meine Ziegelei seit 25 Jahren.‘ […] Der Ziegeleibesitzer wurde nach vielen Anläufen von IJM vor Gericht verurteilt, jedoch lediglich zu einer Geldstrafe von wenigen US-Dollar. Der Mann lachte, als er das Geld den Richtern hinwarf. IJM zog den Mann, der sofort wieder Menschen versklavte, erneut vor Gericht. Der Fall endete mit einer fünfjährigen Haftstrafe – dieses Urteil war für das Rechtssystem historisch und veränderte die Rechtsprechung. Seither konnte IJM in Zusammenarbeit mit den Behörden Hunderte Täterinnen und Täter stoppen.“ Die Geschichte zeigt die wertvolle Arbeit von IJM. Zunächst geht es darum, gemeinsam mit den zuständigen Behörden Menschen zu befreien und anschließend die Täter zu überführen. Für die langfristige Bekämpfung von moderner Sklaverei sorgt die Stärkung der Rechtssysteme vor Ort.

Auch wenn Deutschland ein vergleichsweise robustes Rechtssystem hat, und die Fälle moderner Sklaverei relativ gering sind, ist Deutschland an diesen ausbeuterischen Praktiken beteiligt!

Warum? Deutschland der drittgrößte Importeur von Risikoprodukten. Darauf weist IJM mit Bezug auf den Global Slavery Index hin. Jedes Jahr werden Produkte im Wert von 30 Milliarden US-Dollar nach Deutschland importiert, die mit Sklaverei zusammenhängen könnten. Zu den betroffenen Produkten gehören neben den oben aufgeführten Unterhaltungselektronikprodukten (Laptops, Computer & Mobiltelefone), Kleidung, Fisch, Kakao und Zuckerrohr nach IJM auch Reis, Schmuck, Blumen, Kaffee und Make-Up. Unter diesem Link könnt ihr genauere Erklärungen sowie Hinweise finden, wie solche Risikoprodukte vermieden beziehungsweise durch bessere Alternativen ersetzt werden können.

Der Vision von IJM folgend wünschen auch wir von SHIFT uns eine Welt, in der moderne Sklaverei keinen Platz mehr hat. Dafür ist es wichtig, dass es Organisationen wie IJM gibt, die hier einen wichtigen Beitrag für die Menschenrechte leisten. Aber auch wir als Hersteller von Elektronikprodukten sehen uns in der Verantwortung, unsere Lieferkette so weit wie möglich zu erforschen, um solche Missstände zu vermeiden. Außerdem unterstützen wir weitere soziale Projekte wie z.B. die Dr. Denis Mukwege Foundation oder die Impact Diaries.

Zum Abschluss möchten wir euch noch Thaiyamma und Geoffrey vorstellen, ihre Geschichten verlinken und zeigen, dass durch den Einsatz engagierter Menschen neue Perspektiven geschaffen und Hoffnung geschenkt werden kann.

 

Thaiyamma, 20 Jahre

„Thaiyamma riskiert alles, damit ihr zweites Kind in Freiheit geboren wird. Seit drei Jahren werden sie und ihre Familie gezwungen, in einer Holzfällerei zu arbeiten. Aus Furcht traut sich keiner gegen den Besitzer vorzugehen. Doch als Thaiyamma erneut schwanger wird, trifft sie eine mutige Entscheidung. Von einem Dorfältesten bekam sie den Kontakt zu IJM — sie nimmt den Zettel und ruft heimlich unseren Ermittler an…“

https://ijm-deutschland.de/stories/thaiyamma

 

 

 

 

Geoffrey, 19 Jahre

„Geoffreys Familie lebt in Ghana in Armut. Als Jugendlicher wird ihm ein Job angeboten, der sich als Falle entpuppt. Denn statt seiner Familie mit einem regelmäßigen Einkommen unterstützen zu können, wird er in der Fischereiindustrie am Volta-Stausee ausgebeutet. Eines Tages fand ihn ein Ermittler-Team von IJM und konnte ihn gemeinsam mit der Polizei befreien. Geoffrey weiß, dass es noch viele weitere Kinder gibt die Hilfe brauchen. Noch auf dem Rettungsboot, das ihn in Sicherheit bringt, bittet er einen IJM Ermittler, zurückzufahren und auch sie zu befreien…“

https://ijm-deutschland.de/stories/geoffrey

 

 

 

 

Hammertime (MwSt-Projekt)

Hammertime (MwSt-Projekt)

In diesen besonderen Zeiten ist es uns ein Anliegen Projekte und Organisationen in unserer Region zu unterstützen. Deshalb möchte wir euch in diesem Blog von Hammertime Kassel gUG erzählen.
Heutzutage verfügen viele Menschen über eine Werkbank oder eine große Garage in der sie handwerkeln oder sich kreativ entfalten können. Doch diejenigen, die z.B in einem geballten Stadtzentrum wohnen, haben diese Möglichkeit nicht. Die Betroffenen können dann in sog. offene Werkstätten gehen, wie z.B. das Hammertime in Kassel. Im Hammertime kann jeder die vorhandenen Werkzeuge, Maschinen und Räumlichkeiten nutzen, um sein Bauprojekt umzusetzen.
Entstanden ist diese Idee durch Melania-Simona Moise. Sie bildet gemeinsam mit Thorben Egberts die ehrenamtliche Geschäftsführung der Werkstatt. Melania wollte sich ein Bett bauen, doch fehlten ihr dazu das passende Werkzeug sowie die nötigen Räumlichkeiten. Daraufhin kam ihr die Idee einer offenen Werkstatt. Dabei war sie nicht die Einzige, die sich nach so einem Ort gesehnt hat. So fanden sich Gleichgesinnte und Unterstützer, von denen jeder etwas zur Werkstatt beitrug. Manche brachten Maschinen mit, andere wiederum halfen durch ihre handwerklichen Kompetenzen.

 

 

 

 

Seit 2017 wird die 250m² große Werkstatt von ehrenamtlichen Mitarbeitenden verwaltet. Mit einer Tages- oder Jahreskarte kann man in die vielseitigen Bereiche der Werkstatt eintauchen. Die Bereiche reichen von Holz- und Glaswerkstatt über Textildruck bis hin zu Laserarbeiten.
Neben dem Alltag in der Werkstatt, finden auch hin und wieder Workshops statt, an denen man teilnehmen kann. Bei Interesse können auch ganze Räumlichkeiten für den Eigenbedarf oder für Veranstaltungen gemietet werden.

Das Motto der Werkstatt lautet „Erschaffen-Reparieren-Experimentieren“, doch dahinter steckt noch mehr. Hammertime soll ein Ort sein, an dem sich die Menschen gegenseitig unterstützen, wertschätzend begegnen und kreativ entfalten können. Neben der Weiterentwicklung von handwerklichen Fähigkeiten, entstehen im Austausch mit anderen Hobbyschraubern neue Kontakte und Beziehungen. Außerdem soll der Umgang mit Maschinen und Materialien ein rücksichtsvolles und nachhaltiges Bewusstsein schaffen. Eine Gemeinsamkeit, die wir mit Hammertime teilen, ist die Wiederverwendung von Materialien und das Reparieren von Geräten oder Maschinen.

 

 

 

 

Auch die Werkstatt musste im Zuge der Corona-Pandemie vorübergehend schließen. Mittlerweile sind die Tore wieder geöffnet und es kann wieder gehämmert und gesägt werden. Das Hammertime finanziert sich hauptsächlich aus Spenden und Nutzungsbeiträgen. Falls ihr Hammertime unterstützen oder mehr über das Projekt erfahren möchtet, könnt ihr gerne hier vorbeischauen.

 

Thomas Becker (MwSt-Projekt)

Thomas Becker (MwSt-Projekt)

Die Geschichte unserer Kooperation mit Thomas Becker beginnt im April 2017 am Frankfurter Flughafen, von wo aus es nach Bukavu in der Demokratischen Republik Kongo gehen sollte. Über das Hilfswerk Missio hatten sich Carsten und Goldschmied Thomas Becker kennengelernt und für die gemeinsame Reise in die DR Kongo zusammengetan. Ziel der Reise war es, gemeinsam vor Ort Menschen und ihre Lebenswelt kennen zu lernen, die im Abbau von Rohstoffen beschäftigt sind.

Von dieser Reise haben wir bereits in unserem letzten Wirkungsbericht erzählt. Die Erlebnisse verbinden: Gemeinsam haben sie einen Eindruck bekommen, wie es sich anfühlt in einem engen Bergbaustollen zu knien. Die herzliche Begegnung mit den Menschen vor Ort und ihren Berichten
über Zwangsarbeit sind beiden in Erinnerung geblieben. Mit all diesen Eindrücken im Gepäck hat sich auch nach der Rückkehr nach Deutschland der Kontakt zu Thomas Becker über die Jahre gehalten. Seit 2017 ist viel passiert und Thomas Becker hat sein Bestreben, eine möglichst verantwortungsvolle Beschaffung umzusetzen, in vielen Projekten weiter verwirklicht.

Nachfolgend wollen wir einen kleinen Einblick in sein Engagement geben, das wir als ein MwSt-Projekt unterstützen konnten. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales führt ihn als Praxisbeispiel für Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht auf und führt aus: „Der Goldschmied Thomas Becker hat für sein Schmuckatelier ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept entwickelt, das als einen zentralen Punkt die faire, sozial und ökologisch verträgliche Materialbeschaffung umfasst.“ Dieses ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzept beinhaltet im Wesentlichen drei Herkunftsarten von Gold, das von ihm und seinem Team in wunderschönen Schmuck verwandelt wird.

Zunächst ist da das Upcycling – also die Möglichkeit, durch handwerkliches Geschick gebrauchtem Schmuck ein neues Gesicht zu verleihen, Dieser Ansatz fokussiert besonders die ökologische Verträglichkeit der Materialbeschaffung. Gold, welches nicht aus den Tiefen des Planeten geholt werden muss, hat einen erheblich kleineren Einfluss auf die Umwelt.

Der zweite Ansatz ist die Verwendung von regionalem Waschgold. Hier ist der Ursprung des Metalls besonders gut nachzuvollziehen, so dass man hier auch von Identitätsgold spricht. In welchen deutschen Flüssen auch heute noch in kleinen Mengen Gold gefördert wird, erfahrt ihr hier. Die Technik, Gold aus Gewässern zu waschen, ist Jahrhunderte alt und neben dem Gold-Recycling die umweltschonendste Gewinnungsform – gerade im Vergleich zu den Praktiken großer industrieller Goldtagebergbauminen, wo für ein Gramm Gold unter Umständen eine Tonne Gestein umgegraben werden muss und so manchmal ganze Berge abgetragen werden.

Die dritte Herkunft des Goldes ist assoziiert mit dem Engagement in der DR Kongo. Um den komplexen Strukturen dort gerecht zu werden, wurde ein Netzwerk aus kooperierenden Partnern aufgebaut. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, die bereits bei der Kongo-Reise 2017 beteiligt war, ist hier mit den Standorten in Hannover sowie Bukavu engagiert, ebenso wie der von Thomas Becker u.a. gegründete Süd-Kivu e.V. (Hamburg) und das Pendant nach kongolesischem Recht der Namulisa ASBL. Ebenfalls beteiligt ist die Bergbau Kooperative COMIDEA. Um Wertschätzung für die harte Arbeit in den Minen auszudrücken, aber auch um Schwarzgeldwäscheund anderen illegalen Praktiken vorzubeugen, zahlt Thomas Becker den in den Minen arbeitenden Menschen einen Kaufpreis, der sich wie folgt zusammensetzt:

  • Für das enthaltene Feingold wird 100% des aktuellen LBMA-Kurses („Goldbörse“) gezahlt.
  • Um die Bergleute gegen einen Kursverfall abzusichern, gilt ein Mindestpreis von 40 $ pro Gramm Feingold.
  • Für die bessere Ausstattung mit Werkzeug und Sicherheitsausrüstung wird ein Bonus in Höhe von 10% auf den Goldwert gezahlt.
  • Als Ausgleich für den Ausbeuteverlust durch den Verzicht auf Quecksilber und andere chemische Hilfsmittel werden weitere 15% Bonus auf den Goldwert gezahlt.
  • Damit nicht nur die Minenarbeiter von dem Projekt profitieren, wird ein weiterer Bonus von 10% des Warenwertes für lokale Infrastrukturmaßnahmen gezahlt.

Um sicher zu stellen, dass das Geld entsprechend gezahlt und verwendet wird, organisiert die Namulisa ASBL neben den Arbeitsbedingungen auch die korrekte Zahlung an die in den Minen arbeitenden Menschen.

Um mit den Menschen im Dialog zu bleiben und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen, fährt Thomas Becker regelmäßig zu den Minen. Er möchte nicht nur einen Eindruck bekommen, sondern Beziehungen zu gestalten und Projekte von den Ideen bis zu ihrer Umsetzung begleiten. Wie wichtig
dies ist, aber auch, dass schlechte Erfahrungen mit Partnern aus dem Globalen Norden gemacht wurden, zeigt eine Geschichte von seiner zweiten Reise, bei der sein Besuch Tränen auslöste. Auf Nachfrage warum, antwortete man ihm: „Es kommen immer wieder Leute, um zu schauen, sie
schreiben Berichte, manche schicken noch Geld. Aber bisher ist keiner wiedergekommen“.
Mittlerweile hatte Thomas Becker nicht nur die Chance die gesamte Belegschaft der beiden Partner-Minen kennenzulernen, sondern auch deren Umfeld. Dazu gehören neben deren Familien auch die Nachbarn, die Märkte, auf denen sie einkaufen und ihre Produkte verkaufen, die Krankenstationen, die Schulen, die die Kinder besuchen und die Gemeinden, in denen sie den Gottesdienst besuchen.
Neben dem Lernen der lokalen Mashi Sprache füllen regelmäßige Nachrichten und Videos von der Minenbelegschaft sein Engagement mit Leben und fördern die persönlichen Beziehungen dauerhaft. Noch ausführlicher ist das Projekt hier geschrieben.

Uns als SHIFT ist es besonders wichtig vor Ort, dort wo Rohstoffe abgebaut werden einen positiven Einfluss zu haben, gerade bei einer Ressource wie Gold, wo die komplette physische Rückverfolgbarkeit für uns als Smartphonehersteller noch nicht möglich ist. Durch die Unterstützung
für Thomas Becker können wir genau dies umsetzen und dazu beitragen, dass die Menschen vor Ort auch selbst von ihren Bodenschätzen profitieren. Durch welche anderen Engagements wir uns lokal einbringen, haben wir auch in den Blogartikeln zu CTL, Mukwege Foundation und der Earthbeatfoundation geschrieben. Wir wollen dem komplexen Thema mit vielen Ansätzen begegnen, um so viel Gutes zu tun, wie wir können und dabei so wenig Schaden anzurichten wie möglich.

 

(c) Thomas Becker, Arbeiterinnen bekommen blaue Schutzausrüstung

Dr. Denis Mukwege Foundation (MwSt-Projekt)

Dr. Denis Mukwege Foundation (MwSt-Projekt)

Dr. Denis Mukwege. Der Name eines Friedensnobelpreisträgers, der hierzulande nicht unbedingt einen hohen Bekanntheitsgrad aufzuweisen hat, uns aber dennoch viel geläufiger sein sollte. Im Rahmen der von euch finanzierten MwSt-Spenden, konnten wir auch seine Organisation unterstützen.

Dr. Denis Mukwege

Denis Mukwege ist ein kongolesischer Gynäkologe, zugleich Menschenrechtsaktivist und Gründer sowie leitender Chirurg des Panzi-Hospitals in Bukavu (Dem. Republik Kongo). Wikipedia beschreibt Denis wie folgt:

„Mukwege gilt als weltweit führender Experte für die Behandlung von Verletzungen von Mädchen und Frauen, die durch Gruppenvergewaltigungen sowie durch gezielte physische Unterleibsschändungen verursacht wurden. Mukweges Arbeit konzentriert sich nicht ausschließlich auf die medizinischen Belange. Er engagiert sich ebenso politisch, indem er die Grausamkeiten dokumentiert und wiederholt verantwortliche Tätergruppen öffentlich benennt. Auf seiner Rede vor den Vereinten Nationen 2012 rief er die Weltgemeinschaft auf, sexualisierte Kriegsgewalt einhellig zu verurteilen und die Vergewaltiger wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht zu stellen. Mit seinem Engagement hat er sich nicht nur im eigenen Land Feinde gemacht, 2012 entging er nur knapp einem Mordanschlag. 

Für seinen Einsatz für Mädchen und Frauen, die Opfer sexualisierter Kriegsgewalt wurden, ist Denis Mukwege mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, etwa 2008 mit dem Menschenrechtspreis der Vereinten Nationen, 2013 mit dem Alternativen Nobelpreis Right Livelihood Award, 2014 mit dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments. 2018 wurde ihm gemeinsam mit Nadia Murad der Friedensnobelpreis zuerkannt.“

Viele weitere Informationen über Denis und sein Engagement findet ihr im zitierten Wikipedia-Artikel.

Unsere Spende an die Dr. Denis Mukwege Foundation

Ein entscheidendes Ziel auf Carstens Kongo-Reise im Jahr 2017 bestand darin, die Arbeit von Thérèse Mema kennenzulernen. Sie engagiert sich für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch. Bevor Menschen in die von Thérèse Mema errichteten Traumazentren gelangen, sind sie in den meisten Fällen bereits im Panzi-Krankenhaus von Dr. Denis Mukwege behandelt worden. Carsten erhielt damals prägende Einblicke in die Geschichte der traumatisierten Menschen. Das hat ihn tief bewegt, was sich für uns zu dem wichtigen Unternehmensziel entwickelte, diese Menschen nicht aus dem Blickfeld zu verlieren. Daher freut es uns umso mehr, dass wir einen Teil der durch die MwSt-Senkungen erzielten Einnahmen, der Mukwege Foundation zukommen lassen konnten. (Weitere Informationen über Carstens Kongo-Reise findet ihr übrigens in unserem Wirkungsbericht.)

“We all have the power to change the course of history when the beliefs we are fighting for are right.” (Dr. Denis Mukwege)

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal für eure Offenheit, die Pandemie bedingten MwSt-Senkungen sinnvoll einsetzen zu können. Auf der Webseite der Foundation erhaltet ihr viele weitere Informationen über die wertvolle Arbeit der Organisation.

In vergangenen Blogartikeln haben wir euch unter anderem das Projekt Heartbeat Garden, Closing the Loop  und die Fair Cobalt Alliance vorgestellt. Wir wünschen viele Freude beim Lesen.